Stiftung Industrieforschung lädt zum Petersberger Industriedialog

Petersberger Industriedialog 2014Die Stiftung Industrieforschung fördert die Kooperation zwischen wissenschaftlichen Forschungsinstituten und mittelständischen Unternehmen. Eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen, bietet sich am 2. Juli 2014 auf dem „Petersberger Industriedialog“, den die Stiftung auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausrichtet.
Die Stiftung wird dort nicht nur ihre Preise für wissenschaftliche Arbeiten verleihen, sondern auch 10 Stipendiaten Gelegenheit geben, ihre Forschungen vorzustellen und mit Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen zu diskutieren.
Näheres zum zehnten Petersberger Industriedialog finden Sie unter http://www.duesseldorf.ihk.de.

 

Kohlenstoffnanoröhrchen sind jetzt besser verstanden

Jacob Ducke, Physikstudent am Walter Schottky Institut der TU MünchenHalbleitende, einwandige Kohlenstoffnanoröhrchen sind vermutlich die Bausteine der Zukunft für elektronische Schaltkreise und werden dann möglicherweise das Silizium in Transistoren und Computern ersetzen oder ergänzen. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen optischen und elektrischen Eigenschaften können sie als Photodetektoren, LEDs und transparente Elektroden verwendet werden. Grund genug also, um die grundlegenden Prozesse genauer zu untersuchen, wenn Kohlenstoffnanoröhrchen einem elektrischen Feld ausgesetzt werden.
Dieser Aufgabe hat sich Jacob Ducke, Physikstudent am renommierten Walter Schottky Institut der TU München, angenommen. Unterstützt durch ein Stipendium der Stiftung Industrieforschung hat er in seiner Masterarbeit das Verständnis für die neuartige Technologie erweitert.
Entscheidendes Hilfsmittel: ein neuer, ultraschneller Photostrom-Detektor, mit dem Herr Ducke im Pikosekundenbereich (also einem Millionenstel einer Millionenstel Sekunde) beschreiben konnte, wie sich Exzitonen, also gebundene Elektron-Loch-Paare, spontan trennen und rekombinieren und so einen Photostrom auslösen. Dieser lässt sich nach seinen Ergebnissen am besten als Überlagerung zweier Prozesse, einem ultraschnellen Verschiebungsstrom und einem Transportstrom mobiler Ladungsträger, verstehen.
Herr Ducke für seine Arbeit die Bestnote (1,0) erhalten und wird als Doktorand der Physik in München verbunden bleiben.

 

„Prepare!“ –Ein neuer Workshop für Gründer

Die Stiftung Industrieforschung setzt ihre erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Prepare!“ fort. Wir freuen uns, wie 2013 auch in diesem Jahr wieder die Humboldt-Innovation GmbH und das Gründungsnetzwerk der Berliner Hochschulen B!GRUENDET als Ausrichter und kompetente Partner gewonnen zu haben. Ziel der Veranstaltung ist es, in multidisziplinären Teams Gründungsideen mit dem Lean Canvas Modell zu entwickeln und unter Anleitung von Expertinnen und Experten entsprechende Business Modelle zu erarbeiten.
Weiteres finden Sie unter: http://www.humboldt-innovation.de/de/workshop/Event/View/Science-to-Lean-Startup-51.html

 

Partikel erhitzen, um Tumorzellen zu zerstören: Die Physik hinter der Hyperthermie

Ulrich Engelmann mit Dr. Carsten KreklauHyperthermie, also das Erhitzen von Körperzellen, ist seit Jahrhunderten praktiziertes Verfahren in der Krebstherapie. Doch während früher die Menschen als Ganzes erwärmt wurden, versuchen moderne Ansätze normale Körperzellen zu schonen und lediglich die Krebszellen zu erhitzen und damit funktionsuntüchtig zu machen, z.B. indem man (super-)magnetische Partikel in den Tumor einschleust und diese dann über ein Magnetfeld anregt. Ulrich Engelmann, ein junger Physiker vom Institut für Angewandte Medizintechnik, einem Helmholtz-Institut der RWTH Aachen, hat sich dieses Verfahren genauer angesehen. In seiner Masterarbeit hat er die physikalischen Eigenschaften unterschiedlicher magnetischer Partikel untersucht, die wesentlichen Variablen identifiziert, die zu einer Erhitzung der Partikel in der klinischen Anwendung beitragen, und ein modifiziertes Verfahren vorgeschlagen, mit dem die Erhitzung effizienter als bisher gelingen könnte.
Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit der University of Washington, wo Herr Engelmann mehrere Monate forschen durfte, unterstützt durch ein Stipendium der Stiftung Industrieforschung (das Foto zeigt Herrn Engelmann mit Dr. Carsten Kreklau, dem Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung, bei der Überreichung der Stipendienurkunde). Der Aufwand hat sich gelohnt, die Arbeit wurde mit der Note 1,0 ausgezeichnet.

 

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Stiftungs-Preisträger erläutern ihre Arbeiten

Mit insgesamt 10.000 Euro zeichnete die Stiftung Industrieforschung im Herbst 2013 drei Dissertationen aus, die nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien hervorragend waren, sondern auch der mittelständischen Praxis wichtige Impulse gaben. In kurzen Videos erläutern die Preisträger – Dr. Nadia Nabout, Dr. Kersten Lange und Dr. Friedrich Sommer – die Kernpunkte ihrer Arbeiten.

Weitere Informationen zur Preisverleihung 2013 finden Sie hier.

Stand: 01.06.2017
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