1. Grundlagen eines Stipendiums für eine Masterarbeit oder Diplomarbeit

Die Stiftung Industrieforschung vergibt in der Regel jährlich bis zu 25 Stipendien an besonders qualifizierte Studierende, die an einer deutschen Hochschule (Universität oder Fachhochschule) eine wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisorientierte Master- oder Diplomarbeit anfertigen wollen. Für das Jahr 2016 hat das Kuratorium insgesamt bis zu 25 neue Stipendien vorgesehen.

Mit ihren Stipendien will die Stiftung Industrieforschung die wissenschaftliche Qualifikation der Stipendiatinnen und Stipendiaten fördern und zugleich die Orientierung der Forschungsinstitute, an denen die Arbeiten entstehen, auf zentrale Forschungsfragen des industriellen Mittelstandes stärken. Dabei muss der potentielle Nutzen aus den geförderten Arbeiten unternehmensübergreifend sein; einzelfirmenbezogene Arbeiten werden nicht gefördert. Mit ihren Fördermitteln will die Stiftung Industrieforschung zudem erreichen, dass sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten voll auf die Erstellung ihrer Diplom- bzw. Masterarbeit konzentrieren können.

Stipendien der Stiftung Industrieforschung sind personenbezogene Förderungen. Sie können daher nicht auf andere Personen übertragen werden.

2. Ausstattung der Stipendien

Die Stipendien sind mit monatlich 500,- Euro dotiert und haben eine Laufzeit von maximal sechs Monaten. Sie enden spätestens mit Abgabe der Arbeit. Eine Verlängerung der Förderung ist nicht möglich.

Stipendien können nicht rückwirkend vergeben werden. Bei bereits laufenden Vorhaben kann daher erst ab dem Monat gefördert werden, in dem der Beschluss zur Förderung gefallen ist.

Da Stipendien Personenförderungen sind, können Overheads von Instituten nicht übernommen werden.

3. Anforderungen an Bewerberinnen und Bewerber

Die Stipendienförderung der Stiftung Industrieforschung zielt auf Studierende betriebswirtschaftlicher oder technisch-naturwissenschaftlicher Studiengänge, die im Verlauf ihres Studiums besonders gute Leistungen erbracht haben und die in ihrer anstehenden Master- bzw. Diplomarbeit wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisorientiert arbeiten wollen.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind:

  • Bacherlorarbeiten,
  • Arbeiten aus dem Bereich der Grundlagenforschung, die keinen Bezug zu einer späteren industriellen Anwendung haben,
  • unternehmensspezifische Arbeiten, die einem einzelnen Unternehmen oder einem sehr eng begrenzten Kreis von Unternehmen exklusiv zugute kommen.

Die Ergebnisse der von der Stiftung geförderten Master- bzw. Diplomarbeiten müssen veröffentlicht werden. Nähere Erläuterungen finden Sie hier.

Die Stiftung behält sich einen Abbruch der Förderung vor, wenn die grundlegenden Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind bzw. nicht ernsthaft an der Master- bzw. Diplomarbeit gearbeitet wird.

Änderungen der persönlichen Verhältnisse müssen – soweit sie das Stipendium betreffen – der Stiftung mitgeteilt werden.

4. Die Bewerbung

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über ein Online-Antragsverfahren auf der folgenden Webseite: https://585.moveon4.de/locallogin/57bee41a85fb96db1d2b4147/deu.

Anträge auf Stipendienförderung können ausschließlich von den Hochschullehrern bzw. Hochschullehrerinnen gestellt werden, die die jeweiligen Master- / Diplomarbeiten betreuen.

Hierfür ist es nicht notwendig, dass die Online-Formulare von den Hochschullehrer(inne)n selbst ausgefüllt werden, dieses kann durchaus durch die Bewerber(inne)n erfolgen. In letzterem Fall müssen die Antragsteller(innen) eindeutig aus dem beigelegten Anschreiben / Gutachten hervorgehen.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 14. Oktober 2016.

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus:

  • Lebenslauf des/der Studierenden mit Foto
  • Abiturzeugnis, Bachelor- oder Vordiplomszeugnis, Nachweis über Studienleistungen und ggf. Praktika
  • kurzes inhaltliches Konzept der geplanten Arbeit
  • Aussage zur Relevanz der Arbeit für kleine und mittlere Unternehmen
  • Erklärung, ob und ggf. mit welchen Unternehmen in der Arbeit kooperiert wird
  • aussagefähiges Gutachten des wissenschaftlich verantwortlichen Hochschullehrers und eines zweiten Hochschullehrers zur Person des Stipendien-Bewerbers und zur geplanten Arbeit.

Die Bewerbung sollte möglichst in Deutsch erfolgen, die Gutachten der Hochschullehrer sind auch in Englisch willkommen.

Das inhaltliche Konzept sollte 3-5 Seiten umfassen und die folgenden Punkte einschließen:

  • genaue Benennung des Themas,
  • Darstellung des Stands der Forschung und daraus abgeleitete Problemstellung,
  • Klare, eindeutige Definition des Ziels der Arbeit,
  • nachvollziehbare Beschreibung der anzuwendenden Methoden,
  • geplante Arbeitsschritte mit Zeitplan,
  • Darstellung der erwarteten Ergebnisse,

Eines der Gutachten muss von dem Hochschullehrer / der Hochschullehrerin stammen, der / die die Arbeit letztendlich vor der Fakultät zu verantworten hat (in der Regel der Antragsteller / die Antragstellerin). Das zweite Gutachten sollte ebenfalls von einem Hochschullehrer / einer Hochschullehrerin (ordentlicher Professor, Juniorprofessor o.ä.) verfasst werden. Üblicherweise nimmt das erste Gutachten zur Eignung der Person und zur Relevanz des Projekts Stellung, während sich das zweite Gutachten eher auf die Relevanz des Themas und die Eignung der angewandten Methodik bezieht.

Eine nachvollziehbare Methodenbeschreibung ist so abgefasst, dass prinzipiell jeder Leser in die Lage versetzt wird, die Arbeit selbst zu machen, vorausgesetzt er/sie verfügt über die notwendige Zeit, Geräte, Software und Vorkenntnisse. Zumindest muss ein Gutachter erkennen können, ob die verwendeten Methoden dem Stand der Forschung entsprechen.
In Experimenten sollte z.B. spezifiziert werden, welche Parameter variiert werden sollen (bzw. welche Strategie verwendet wird, um die zu variierenden Parameter zu identifizieren). In Befragungen ist anzugeben, aus welcher Grundgesamtheit und mit welchem Verfahren die Stichprobe gezogen werden soll.

Es ist ausreichend, die einzelnen Studienleistungen in dem Studiengang zu dokumentieren, in dem die Abschlussarbeit geschrieben werden soll. Falls vorher schon ein anderes Studium absolviert wurde, reicht – falls vorhanden – das entsprechende Abschlusszeugnis.

Die Relevanz der Arbeit für kleine und mittlere Unternehmen kann entweder durch die direkte Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse oder durch eine strategische Orientierung des Instituts auf zentrale Forschungsfragen des industriellen Mittelstandes belegt werden.

5. Begutachtung und Entscheidung

Die Begutachtung vollzieht sich in mehreren Stufen: Zunächst werden die eingereichten Bewerbungsunterlagen formal geprüft. Bewerbungen, die die formalen Kriterien nicht erfüllen (siehe 4.) werden aussortiert. Formal korrekte Bewerbungen werden inhaltlich einem internen und - bei Bedarf - auch einem externen Begutachtungsprozess unterzogen. Ggf. können die Kandidatinnen und Kandidaten zur Klärung offener Fragen zu persönlichen Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.

Die Entscheidung fällt in den Sitzungen des Kuratoriums der Stiftung Industrieforschung. Die nächste Sitzung findet im November 2016 statt; in ihr wird über alle Anträge, die bis zum Stichtag eintreffen, entschieden.

6. Weitere Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Interessenten gern zur Verfügung:

Herr Klaus Kuli
Telefon 0201/ 8401 - 160
Telefax: 0201 / 8401 - 255
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Herr Rainer Lüdtke
Telefon: 0201 / 8401 - 198
Telefax: 0201 / 8401 - 255
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Stand: 21.09.2016
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