Jacob Ducke, Physikstudent am Walter Schottky Institut der TU MünchenHalbleitende, einwandige Kohlenstoffnanoröhrchen sind vermutlich die Bausteine der Zukunft für elektronische Schaltkreise und werden dann möglicherweise das Silizium in Transistoren und Computern ersetzen oder ergänzen. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen optischen und elektrischen Eigenschaften können sie als Photodetektoren, LEDs und transparente Elektroden verwendet werden. Grund genug also, um die grundlegenden Prozesse genauer zu untersuchen, wenn Kohlenstoffnanoröhrchen einem elektrischen Feld ausgesetzt werden.
Dieser Aufgabe hat sich Jacob Ducke, Physikstudent am renommierten Walter Schottky Institut der TU München, angenommen. Unterstützt durch ein Stipendium der Stiftung Industrieforschung hat er in seiner Masterarbeit das Verständnis für die neuartige Technologie erweitert.
Entscheidendes Hilfsmittel: ein neuer, ultraschneller Photostrom-Detektor, mit dem Herr Ducke im Pikosekundenbereich (also einem Millionenstel einer Millionenstel Sekunde) beschreiben konnte, wie sich Exzitonen, also gebundene Elektron-Loch-Paare, spontan trennen und rekombinieren und so einen Photostrom auslösen. Dieser lässt sich nach seinen Ergebnissen am besten als Überlagerung zweier Prozesse, einem ultraschnellen Verschiebungsstrom und einem Transportstrom mobiler Ladungsträger, verstehen.
Herr Ducke für seine Arbeit die Bestnote (1,0) erhalten und wird als Doktorand der Physik in München verbunden bleiben.

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Stiftungs-Preisträger erläutern ihre Arbeiten

Mit insgesamt 10.000 Euro zeichnete die Stiftung Industrieforschung im Herbst 2013 drei Dissertationen aus, die nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien hervorragend waren, sondern auch der mittelständischen Praxis wichtige Impulse gaben. In kurzen Videos erläutern die Preisträger – Dr. Nadia Nabout, Dr. Kersten Lange und Dr. Friedrich Sommer – die Kernpunkte ihrer Arbeiten.

Weitere Informationen zur Preisverleihung 2013 finden Sie hier.

Stand: 01.06.2017
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