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Abgeschlossene Forschungsvorhaben: RFID-Erfahrungen in der betrieblichen Praxis

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Eine Reihe mittelständischer Firmen setzen RFID bereits ein, sind derzeit in der Umsetzungsphase oder planen den Einsatz.
Vier gerade abgeschlossene Forschungsprojekte geben Auskunft darüber, wie die Unternehmen bei der Planung und Implementierung vorgehen und welche Erfahrungen Pilotanwender beim praktischen Einsatz gemacht haben.

RFID in Deutschland 2007 – Chancen und Hürden für den Mittelstand

Die spezifischen Unterschiede zwischen mittelständischen Firmen und Großunternehmen bei der Wahrnehmung und Realisierung von RFID-Anwendungen analysiert die vom Institut für Informatik und Gesellschaft an der Universität Freiburg durchgeführte Untersuchung „RFID Report 2007: Die KMU-Perspektive". Den aus 201 Einzelfragen bestehenden Katalog haben 153 Geschäftsführer und IT-/Logistik-Verantwortliche ausgefüllt.

Kernergebnisse sind: Kleine und mittlere Unternehmen nutzen RFID für die gleichen Anwendungen wie Großunternehmen. Hauptanwendungen sind Zugangskontrolle, Logistik und Diebstahlschutz. Dagegen profitieren mittelständische Firmen – so das zweite Ergebnis - mit einem RFID-Einsatz stärker von veränderten beziehungsweise neuen Prozessen sowie verbesserten Informationen über betriebliche Ressourcen als Großunternehmen. Insbesondere korrektere und aktuellere Bestands- und Bewegungsdaten sind für KMU von großer Bedeutung. Und drittens sehen kleine und mittlere Firmen weniger Probleme beim RFID-Einsatz als Großunternehmen. So messen KMU den meisten Hürden eine geringere absolute Bedeutung bei.

Kurzbericht zum Download (993KB)

Möglichkeiten und Herausforderungen der RFID -Integration in logistischen Prozessen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

Einen Leitfaden zur RFID-Einführung in kleinen und mittleren Unternehmen haben die Wissenschaftler am Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen entwickelt.

Er besteht aus zwei Teilen. Teil 1 beleuchtet die Eignung des Unternehmens sowie die relevanten Prozesse und untersucht darauf aufbauend die technischen Anforderungen an die RFID-Technologie. Der zweite Teil des Leitfadens beinhaltet Auswertungsmöglichkeiten, die dazu beitragen können, den zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzen der RFID-Einführung zu beziffern.

Kurzbericht zum Download (2,6MB)

Ergebnisse als kostenlose Studie: www.mrc-bremen.de/aktuelles/veroeffentlichungen.html

RFID-gestützte Baustellenlogistik

Anlagenbauer sind oftmals mit Baustellensituationen konfrontiert – sei es bei der Errichtung von Produktionsanlagen oder bei der Revision, Modernisierung und Umrüstung bestehender Anlagen. Das vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) in Magdeburg durchgeführte Projekt untersucht, inwieweit und für welche Prozesse auf solchen industriellen Baustellen die RFID-Technologie Anwendungs- und Nutzenpotenziale in sich birgt.

Gemeinsam mit fünf mittelständischen Partnern entwickelten die Wissenschaftler beispielsweise Lösungen für die eindeutige Objektidentifikation, den gesicherten Warenübergang, die Ortung auf der Baustelle sowie für die Werkzeugverwaltung. Resultat: Durch die Schaffung einer über Zeit und räumlicher Distanz hinweg integrierten Prozesskette lassen sich erhebliche Verbesserungen bei Kosten, Zeit und Qualität erzielen.

Kurzbericht zum Download (180KB)

Rüfilog – Rückverfolgung der Versorgungskette im Lebensmittelbereich durch Einsatz von Internet und RFID-Technik

Im Zuge der gesetzlich geforderten Rückverfolgung von Lebensmitteln durch alle Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen brauchen auch mittelständische Unternehmen dafür zunehmend effiziente Systeme. An der Technischen Fachhochschule Wildau wurde dafür jetzt gemeinsam mit einem Speditionsunternehmen eine kostengünstige, transportorientierte Warenrückverfolgung mittels RFID entwickelt.

Damit lassen sich die Such- und Recherchezeiten erheblich reduzieren. Zusatzvorteile: Durch eine unkomplizierte Handhabung und vergleichsweise geringe Investitionen ist das System besonders für mittelständische Firmen geeignet. Das von der Stiftung Industrieforschung geförderte Projekt wurde im Januar 2007 mit dem Technologietransfer-Preis des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

Kurzbericht zum Download (1,4MB)

Präsentation zum Download (1,6MB)

Mit „CoBRA“ Kosten und Nutzen von RFID besser kalkulieren

Schon heute setzen sich zahlreiche Mittelständler mit den Vor- und Nachteilen eines Einsatzes der RFID-Technologie auseinander. Auch wenn der Nutzen einiger RFID-Nutzeffekte leicht zu beschreiben ist, so stehen diesen positiven Aspekten nicht unerhebliche Investitionen in Technik, Ausstattung, Kosten einer Implementierung und Betriebskosten gegenüber. In einem Forschungsvorhaben der Stiftung Industrieforschung hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ein Konzept zur Bewertung von Kosten und Nutzen entwickelt, das insbesondere qualitative Einflussfaktoren eines RFID-Systems berücksichtigt. Bislang sind lediglich Kalkulationstools zur Bewertung vornehmlich quantitativer Faktoren verfügbar. Dieses Defizit wurde im Forschungsvorhaben “CoBRA - Cost and Benefits of RFID Applications” - aufgegriffen.

Das als Ergebnis entwickelte Tool kann über die Website des Projekts bestellt werden: cobra.iml.fraunhofer.de

Neue Methodik zur Kosten- Nutzenbewertung von RFID

Obwohl die technischen Potenziale von RFID weitgehend bekannt und auch akzeptiert sind, halten sich viele vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit Investitionen in RFID-Systeme zurück. Ursache hierfür ist die mangelnde methodische Unterstützung bei der Planung und Bewertung von RFID-Lösungen. Fragen nach der technischen Machbarkeit, der Auswirkung auf die Geschäftsprozesse und schlussendlich der Wirtschaftlichkeit werden zumeist unzureichend beantwortet. Um diese methodische Lücke zu schließen, wurde am FIR in dem von der Stiftung Industrieforschung geförderten Projekt RFID-EAs unter Beteiligung von mehreren Industriepartnern ein Vorgehen zur Kosten- und Nutzenbewertung von RFID-Anwendungen entwickelt. In dem Buch „RFID – Business Case Calculation" wird das 3-stufige Vorgehen zur Planung und Bewertung des RFID-Einsatzes vorgestellt, detailliert erläutert und anhand von Praxisanwendungen illustriert.

Das Buch aus der Reihe „FIR-Edition Forschung" ist erhältlich unter: www.fir.rwth-aachen.de

RFID-Konzept stärkt mittelständische Werkzeughersteller

Die Anwendung der RFID-Identtechnologie soll es möglich machen: Mittelständische Werkzeughersteller können durch die Rückgewinnung spezifischer Anwendungsdaten gezielt neue Produkte entwickeln und Anwender in der Prozessauslegung durch ein innovatives Dienstleistungsangebot unterstützen. Auftretende Mängel können zeitnah behoben werden. Die ersten Schritte auf dem Weg zu diesem Ziel wurden in dem von der Stiftung Industrieforschung geförderten Forschungsprojekt „SuPERFID" unternommen, dessen Ergebnisse jetzt bei einem Workshop vorgestellt wurden. Dem Projektteam des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation der TU Kaiserslautern gelang unter anderem der Nachweis, dass die RFID-Technologie auch in Hartmetall-Umgebungen eingesetzt werden kann und dass ein unternehmensübergreifender Austausch von Daten funktioniert.

Weitere Informationen und die Kontaktdaten des Forschungsteams können auf der Projekt-Website abgerufen werden: www.superfid.de

RFID-Erfassung von Kunststoffbehältern funktioniert – trotz Metallen und Flüssigkeiten

In immer mehr Logistikprozessen wird RFID genutzt, um Zeitersparnisse zu realisieren, Warenströme automatisch zu lenken oder um wichtige Daten im Rahmen einer dezentralen Datenhaltung direkt am Produkt verfügbar machen zu können. In der Praxis bereitet jedoch die transpondergestützte Erfassung einer Vielzahl von Behältern (Pulkerfassung) insbesondere dann Schwierigkeiten, wenn diese Behälter mit metallischen Gegenständen oder Flüssigkeiten befüllt sind. Denn Metall reflektiert die Radio- bzw. Mikrowellen des UHF-Frequenzbandes, während Flüssigkeiten diese absorbieren. In einem von der Stiftung Industrieforschung geförderten Forschungsprojekt untersuchte ein Team des Fachgebiets Logistik der Technischen Universität Dortmund, an welcher Stelle des Behälters der Transponder angebracht werden muss, damit unabhängig von dessen Inhalt und seiner Ausrichtung auf dem Ladungsträger eine sichere Identifikation erfolgen kann. Im Ergebnis zeigten die Versuche unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen, dass die Anbringung des Transponders „über Eck" am oberen Behälterrand in Verbindung mit einer Rotationsbewegung der Ladeeinheit im Lesefeld eine Erkennungsrate von 100 % möglich macht. Diese Erkenntnis bestätigte sich in Praxistests bei einem Automobilhersteller und im Metallwarenhandel. Und auch bei einer Kosten-Nutzen-Analyse erwies sich die RFID-Lösung als vorteilhaft. „Auch wenn wir in diesem Projekt nicht alle denkbaren Situationen in der Praxis überprüfen konnten: Unsere Ergebnisse zeigen, dass RFID auch dann zur Pulkerfassung von Kunststoffbehältern grundsätzlich geeignet ist, wenn diese mit metallischen oder flüssigen Inhalten befüllt sind", sagt Dipl.-Kfm. Jochen Schneider, der das Projekt leitete.

Zusammenfassung der Ergebnisse zum Download (116KB)

RFID-EPA: Instrument für spezifische Wirtschaftlichkeitsaussagen

Das International Performance Research Institute in Stuttgart entwickelte im Rahmen des von der Stiftung Industrieforschung geförderten Forschungsprojekts „RFID-EPA" ein neuartiges Bewertungsinstrument für Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen beim RFID-Einsatz. Es liefert spezifische Wirtschaftlichkeitsaussagen für konkrete Anwendungsfälle, unabhängig von der Branche. Dazu identifiziert das Institut fallstudienbezogen Kosten, Nutzen und Risiken der Einführung von RFID-Systemen.

Sie werden in einer internetbasierten Fallstudiendatenbank, dem „RFIDiki", dokumentiert und ermöglichen so einen Austausch über Best-Practice-Lösungen.

Mehr Infos: www.rfid-epa.de

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Gedruckte Elektronik: Der kostengünstige Weg zu „Smart Objects“

Um Dinge des Alltags „intelligent“ zu machen, also mit elektronische Funktionen zu versehen, verfolgt das Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz eine ganz speziellen Ansatz: gedruckte Elektronik. Anstelle von Farbe werden hier also bestimmte elektronische Funktionen – wie etwa halbleitende oder Licht emittierende Eigenschaften – auf einen Untergrund aufgedruckt. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen auf der Hand: Das Druckverfahren ist besonders kostengünstig und eignet sich damit für einfache Produkte wie etwa Verpackungen.

Prof. Dr. Arved Carl Hübler, Leiter des Instituts für Print- und Medientechnik und seine Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Karin Weigelt erläutern das Verfahren. Karin Weigelt war von 2007 bis 2009 Stipendiatin der Stiftung Industrieforschung.

Link zum Video in voller Länge

Stand: 31.01.2012
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