Schwerpunkt Life Cycle
Mit "CO$TRA" Lebenszykluskosten berechnen
Maschinenbau-Unternehmen müssen in der Lage sein, ihren Kunden zuverlässige Informationen über die gesamten Lebenszykluskosten einer Maschine zu geben. „CO$TRA“, ein standardisiertes, auf den jeweiligen Einzelfall im Unternehmen übertragbares Konzept, hilft ihnen jetzt dabei. Das Konzept wurde von einem Forschungsteam des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt in enger Zusammenarbeit mit der mittelständischen Praxis entwickelt. Die Stiftung Industrieforschung förderte das Projekt mit rund 134.000 Euro.
Lebenszykluskosten berechenbar machen
Nicht nur die Anschaffungskosten zählen: Für Käufer von Produktionsmaschinen rücken zunehmend die Folgekosten, die im Lebenszyklus einer Maschine auftreten, als Kriterium einer Kaufentscheidung in den Vordergrund. Maschinenhersteller sind daher immer häufiger gezwungen, mit dem Angebot verbindliche Zusagen über Lebenszykluskosten und Verfügbarkeiten ihrer Produkte abzugeben. Gerade mittelständische Maschinenbau-Unternehmen betrachten jedoch Verträge, in denen definierte Kostenelemente garantiert werden müssen, als immenses finanzielles Risiko. Ein Forschungsteam der Universität Karlsruhe hat jetzt in einem Stiftungsprojekt eine mittelstandstaugliche Berechnungsmethodik für Lebenszykluskosten von Maschinen und Anlagen entwickelt.
Erfolgskonzept für Life Cycle Cost-Verträge
Für produzierende Industriegüterhersteller sind Dienstleistungen ein strategischer Wettbewerbsfaktor und ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung. Über so genannte Life Cycle Cost-Verträge übernehmen sie während der gesamten Lebensdauer der Maschine oder Anlage zusätzliche Service- und Garantieleistungen zu einem vorab kalkulierten Preis. Wie Firmen solche LCC-Verträge sicher planen, steuern und kontrollieren, zeigt eine von der Stiftung Industrieforschung mit dem „Preis für wissenschaftliche Arbeiten 2007“ ausgezeichnete Dissertation.
